Montag, 24. Oktober 2011

Religion & Biografie


Wenn wir die heiligen Schriften der spirituellen Weisheitstraditionen nicht lesen, als wären sie unsere persönliche Biografie, dann können wir das Wesentliche an ihnen nicht erfassen. Alle Religion ist nicht abstrakte Geschichte von Göttern, Engeln und sonstigen geistige Wesen. Es sind tiefgehende und konkrete Beschreibungen des Menschen selbst.

Es gibt keine geistigen Wesen ausserhalb des Menschen, die der Mensch nicht vorher in einem geistig-schöpferischen Prozess aus sich selbst heraus in das Aussen gesetzt hätte.

Das macht Götter & Engel nicht kleiner und nicht unwichtiger, sondern veranschaulicht nur den grenzenlosen Schöpferwillen, das nie endende kreative Potential und seinen evolutionären Drang nach Selbsterkenntnis durch Selbstverwirklichung.

Postmoderne Spiritualität leugnet nicht Engel & Götter - aber sie erkennt und würdigt sie als Kreationen des Menschen - als ein Prozess der menschlichen Selbsterkenntnis durch Welterschaffung aus SICH heraus.

Wir können unfassbar viel von Religionen lernen, wenn wir sie so verstehen - als die Biografie der Menschheit. Und wir werden blind für das Wichtigste, wenn wir vergessen, wozu der Mensch die Götter schuf:

Zu seinem Bildnis schuf er sie. Um sich zu erinnern, was er ist: Ein schöpferisches ICH BIN in alle Richtungen und Welten-Zeiten-Kreisen.

"Es gibt keinen Gott - und das bin ich."

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Britney und der Totenschädel


Ich konnte mich gestern beim Britney Spears Konzert gut entspannen - es war einfach herrliches Flachland. Was ich dagegen nicht mehr ertrage, dass ist ,wenn sich Ego-Flachland als Geist-Tiefe aufspielt. Wenn EGO vorgaukelt GEIST zu sein, ist das für das Ego eine Anstrengung, die niemals erfolgreich und darum endlos anstrengend ist. Je hochtrabender, tiefsinniger und spiritueller sich das EGO gibt, desto anstrengender ist das. Das Wahrnehmen dieser Anstrengung verursacht das temporäre Kollabieren meiner Organe.

Von dieser Anstrengung weiss man erst dann, wenn sie aufgehört hat. Erwachen ist das Ende dieser unbewussten Anstrengung in der eigenen Person – aber der Anfang einer neuen Tortur: Diese Tortur besteht darin, bewusst die unbewusste Anstrengung aller anderen Menschen zu erleben.

Jedenfalls dann, wenn Erwachen nicht in Herablassung, sondern in Mitgefühl mündet, ist es das Ende des eigenen Leids und der Beginn des alles übersteigenden Mitleids. Wenn Du darauf keinen Wert legst, solltest Du alles vermeiden, was Dich zum Erwachen führen könnte. Vergiss es einfach und klick Dich aus dieser Seite raus. Bitte!

Nochmal: Ich habe nichts gegen Ego. Ego kann bis zu einem gewissen Grad cool & sexy sein...solange es nichts anderes, nicht DAS GANZ ANDERE sein will - die "wirklichere Wirklichkeit" (Tom Steininger).
Wenn es DAS GANZ ANDERE sein will, muss es sich erschießen. 
Britney entspannt mich, weil ihre Show nichts als flimmerndes Flachland verspricht und Britney dieses Versprechen halten kann. Nicht eine einzige Minute leugnet sie die glitzernde Schönheit des Flachlandes. Nicht eine Minute tut sie so, als wäre Ego mehr als Ego. Keine Pseudo-Vertiefung, kein Pseudo-Aufstieg, wo nur Flachland ist. 

Britney ist wohltuende Oberfläche, wo es nichts als Oberfläche gibt. Und dennoch: Auch hier blickte der Totenschädel in die KölnArena: Denn die Großleinwand fing einige Sekundenbruchteile ein, in denen die Maske des Egos verrutschte und dahinter der friedlich-ekstatische Glanz des Geistes, alles Flimmern, Glitzern und Krachen überstillte.
Schnell und scheinbar leicht, schob sie die Maske wieder drüber - doch in Wirklichkeit mit einer Anstrengung, die mehr Energie verbrauchte, als aller Strom der KölnArena.
Für Britneys Kritiker war das die Schwachstelle der Show. Für mich war es der einsame Höhepunkt. Und - Oops I Did It Again - der Moment, an dem meine Organe wieder kollabierten.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Versprechen gehalten


Heute sah ich dieses Bild hier im Internet - und plötzlich fiel mir wieder ein Moment meiner Kindheit ein. Mein Vater hatte sich dieses Bild an sein "Arbeitsbett" gehängt.
(Es war eine Art Couch, auf der er las, schrieb, dachte, meditierte und sich sicherlich auch hin und wieder einfach so zurückzog.)

Neben den Falken hatte er ein Schild montiert. Darauf stand:
"ICH habe das Gestern gesehen. ICH kenne das Morgen."

Ich sehe mich jetzt, da ich das Bild wieder im Internet sah, wie ich als kleiner Jungen immer wieder und immer wieder stundenlang vor diesem Bild stand.

Manchmal lag ich davor, während mein Vater meiner Schwester und mir ein Märchen vorlasen und wir dabei das Gehörte auf riesigen Blättern malten - immer wieder guckte ich hoch:

"ICH habe das Gestern gesehen. ICH kenne das Morgen."

Ich drehte meinen Kopf, meine Gedanken drehten sich - ich hörte dabei Rummpelstielzchen, Dornröschen und das Tapfere Schneiderlein - aber immer wieder zog mich dieser Falke an:

"ICH habe das Gestern gesehen. ICH kenne das Morgen."

Irgendwann stand ich wieder davor und wieder drehten sich meine Gedanken und mein Herz bummerte so absonderlich und ich kapierte einfach nix.

Aber an diesem Tag änderte ich etwas. Ich beschloss mir keine Gedanken mehr darüber zu machen weil ich mir selber in diesem Moment hoch und heilig versprach, dass es nun ein Lebensziel wäre herauszufinden, was dieser komische Spruch zu bedeutet habe.

"Eines Tages" - so das Versprachen der kleine Jungen seinem kleinen Jungenherz und seinem kleinen Jungenkopf - "eines Tages werde ich wissen was das bedeutet. Und dann werde ich das Wichtigste wissen."

Und jetzt will ich mich bei dem kleinen Jungen bedanken, dass er mir diese Lebensaufgabe gegeben hat und ihm sagen: "Versprechen gehalten."

"ICH habe das Gestern gesehen. ICH kenne das Morgen." (link)

Montag, 17. Oktober 2011

Heilung & Erlösung


Es gibt zwei Arten, wie Du mit Deinen Wunden, Verletzungen und Traumata umgehen kannst. Die eine ersetzt nicht die andere. Beide sind wichtig und wenn sie Hand in Hand gehen, dann kannst Du Dir sicher sein, dass Du alles getan hast, was erforderlich ist, um die Not zu wenden.

Die erste Art ist die Therapie der Wunde. Der Prozess der Heilung. Ein Symbol dafür ist die Couch des Psychotherapeuten. Auch wenn es unendlich viele therapeutische Ansätze gibt, allen sind zwei Dinge gemeinsam:

1. Diese Art braucht Zeit – und zwar genau so viel Zeit, wie sie braucht. Bei dem einen wenige Wochen, bei dem anderen Jahrzehnte.
2. Therapie geht in Deine Wunde hinein – und zwar genau so tief und umfangreich, wie es nötig ist, um Heilung zu ermöglichen.

Mit der Zeit beginnt die Heilung der Wunde.

Die zweite Art ist das Erwachen jenseits der Wunde. Der Moment der Erlösung. Ein Symbol dafür ist das Meditationskissen eines spirituellen Lehrers. Auch wenn es unendlich viele spirituelle Ansätze gibt, allen sind zwei Dinge gemeinsam:

1. Diese Art braucht keine Zeit – und zwar deshalb, weil sie auf eine Dimension jenseits der Zeit verweist. Manche Menschen brauchen zwar Wochen und andere Jahrzehnte, um diese zeitlose Dimension zu betreten, aber alle werden immer nur einen einzigen Schritt gemacht haben.

2. Erlösung geht über die Wunde hinaus – und zwar dorthin, wo bereits immer alles heil, vollkommen und unverletzlich ist und war – seit Ewigkeit.
Jenseits der Zeit gibt es gibt es weder Wunden noch Heilung.

Jenseits der Zeit ist Erlösung.

Nochmal: Beide Arten sind wichtig. Weil wir menschliche Wesen innerhalb der Zeit sind und gleichzeitig geistige Wesen jenseits der Zeit. Wenn wir uns nur um Heilung in der Zeit kümmern, werden wir damit nie aufhören – denn jeden Tag kommen neue Wunden dazu. Wir drehen uns im Heilungs-Hamsterrad.

Wenn wir uns nur um Erlösung jenseits der Zeit kümmern, werden wir auf dem Meditationskissen sitzen und selig sein – und doch immer wieder im Alltag mit unseren unverheilten Wunden konfrontiert werden. Ich spreche aber von Erlösung – nicht von Flucht. 


Wenn wir in unser unendlich schönes, zeitloses und ewig freies Gesichtes blicken, welches wir hatten bevor unsere Eltern geboren wurden, dann können wir uns die Zeit nehmen und unendlich viel mutiger, unserem verwundeten Gesicht in die Augen blicken.

Weil Dich Erlösung zu Deiner zeitlosen, nie verletzten und ewigen Würde führt, brauchst nicht auf irgendetwas zu warten. Es gibt keinen Prozess, der zuerst in Dir abgeschlossen werden muss, weil Erlösung dort ist, wo zeitliche Prozesse niemals hineinreichen. 

Es ist eine Dimension, die das Ego nie betreten kann. Und das ist dem Ego unheimlich. Darum kennt das Ego immer nur dieses Mantra: „Ich bin noch nicht soweit!“
Doch Erwachen wird mit der Zeit nicht leichter, sondern schwerer. Die einfache Wahrheit ist: Die wache Stimme in Dir ist immer bereit und braucht keine Zeit!

Manche denken, sie müssten sich vorbereiten. Die einfache Wahrheit ist, dass Du Dich nicht auf den Augenblick vorbereiten kannst, wenn Du der Wirklichkeit in die Augen blickst.

Dieser Blick wird alles auflösen, was Du für das Reale gehalten hast - auch die Wunden . Je mehr Vorstellungen Du aufbaust, je länger Du Dir Zeit nimmst, desto schmerzhafter wird dieser Blick sein. Wenn Du zum Beispiel viele Jahre mit einer Wunde lebst, wird es eher schwerer als leichter, Dich über diese Wunde hinauszuführen.

Stelle Dich ins Licht. Öffne Dich dem, was keine Zeit braucht und keine Zeit hat.

Heilung liegt in der Zeit. Jenseits der Zeit liegt die Erlösung.


Samstag, 15. Oktober 2011

Evolutionärer Druck

Ich kann Dich beruhigen: Du hast vermutlich noch viel Zeit Dich zu entwickeln und Klarheit in Dein Leben zu bringen. Wahrscheinlich gibt es wenige Gründe, dass Du Dir Druck machen musst - Du brauchst halt Deine Zeit. Ich muss Dich jedoch gleichzeitig beunruhigen: Die Welt hat diese Zeit nicht.

Dein Partner, der sich schmerzlich nach Deiner ganzen Liebe sehnt und diese kleinen, gewöhnlichen Zynismen Eurer Beziehung nicht mehr erträgt. Deine Freundin, die endlich Deinen Segen braucht, Deine Kinder, die Deine Klarheit wie die Luft zum Atmen benötigen, die unbekannte Frau auf den Feldern Koreas, die Tiere die noch heute auf dem Teller liegen, die Pflanzen die morgen ersticken - sie alle setzten ihre ganze Hoffnung auf Dich.

Den inneren Druck den Du spürst, das ist nicht in erster Linie Dein persönlicher Druck, den Du mit einer guten Atemtechnik wegmeditieren könntest.
Du spürst den Druck der Welt – die Hoffnung der Welt, die sie auf Dich setzt.

Nein, Du musst nicht die ganze Welt auf einmal durch Dein Leuchten retten -  das ist New-Age-Narzissmus.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Du sehr genau weisst, wer  konkret seine  Hoffnung auf Deine Entwicklung, Deine Befreiung, Deinen Segen setzt.

Weil Du längst weisst, dass sich die Welt nicht um Dich dreht, aber aus Dir heraus entwickelt, weisst Du auch, dass Deine persönliche Entwicklung & Befreiung  ihre Kreise zieht.

Deine Geburt ist nicht nur ein Versprechen an Deine Seele – Deine Geburt ist auch ein Versprechen an die Welt.
Ja – wir stehen unter Druck und den können wir nicht wegmeditieren, weil wir die Welt nicht wegmeditieren können.

Aber wir können unsere persönliche Entwicklung & Befreiung in den Dienst der ganzen Welt stellen – die ganze Welt beginnt bei Deinem Nächsten.

So wird dieser persönliche Druck zu einem schöpferischen Antrieb. Du spürst hinter dem Druck, diese evolutionäre Liebeskraft, die sich durch Dich entfalten will.

Die Hoffnung der Welt ist unsere Motivation und plötzlich macht es große - kosmische - Freude sich ganz persönlich zu entwickeln & zu befreien.


"Wenn der Mensch heute meditiert, so ist es gerade das Wesentliche, dass der Mensch nicht herausgerissen wird aus der Tätigkeit, die sein Karma auf der Erde von ihm verlangt." (Rudolf Steiner)

Sonntag, 9. Oktober 2011

Verzweiflung, evolutionäre Liebeskraft - und Du.


Manche Menschen denken, dass Verzweiflung ein Problem ist, dass man reparieren sollte. Ich verstehe, was diese Menschen damit meinen und es hat natürlich auch seine richtige Seite. Wenn wir jedoch das Leben als Einweihungsweg und jede Biografie als ein Evangelium verstehen, dann ist Verzweiflung die Türe zu dem Ort, wo es nichts mehr zu gewinnen, aber auch nichts mehr zu verlieren gibt.

Wenn Verzweiflung viel Platz in Deinem Leben einnimmt (vielleicht so viel Platz, dass Du Dich ständig anstrengen musst, so zu tun, als wäre das Gegenteil der Fall), dann erlaube Dir doch einmal folgendes Gefühl (erwarte nichts davon, es hat ja bisher auch nichts genutzt):

Entspann Dich in Deine Verzweiflung hinein. Entspann Dich tief und weitgehend in Deine Verzweiflung hinein. Entspann Dich in alles hinein, was jetzt gegen diese Entspannung spricht.

Wenn Du das tust, dann erlaubst Du Dir etwas, was die allerwenigstens Menschen sich erlauben: Du erlaubst der Verzweiflung, Dich so tief zu durchdringen, dass sie die Mauern aus Angst & Hoffnung einstürzen lässt.

Alles was dann noch bleibt – und das kann Minuten oder Jahrzehnte dauern – ist Offenheit in alle Richtungen. 

Eine Offenheit, die sich ausdehnt und sich darbietet. Diese sich ausdehnende Offenheit bist Du. Das sich ausdehnende Universum, ist Dein Selbst.

Die Intensität und Potenz dieser Offenheit, durchdringt und erfüllt Dich vollkommen – sie öffnet Dich für das, was durch Dich zur Erscheinung kommen will.

Und alles, was durch Dich zur Erscheinung kommen will, ist ein Entwicklungsimpuls, eine "evolutionäre Liebeskraft" (David Deida), ein Schöpfungswillen. Es ist dieser eine Entwicklungsimpuls, diese eine evolutionäre Liebeskraft, dieser eine Schöpfungswillen, der vor vielen Milliarden Jahren diese und alle Welten aus sich selbst hervorgebracht hat.

Kannst Du fühlen (auf eine Weise, die Deinen Verstand sprengt), dass diese evolutionäre Liebeskraft nichts anderes ist – seit Milliarden Jahren – als Du selbst?  

Was wäre, wenn Du frei wie diese Liebe leben würdest? 


Rudolf Steiner nennt Anthroposophie ein „Wesen“. Anthroposophie ist einer von zahllosen Namen für das „Wesen“, welches ich gerade als Schöpfungswillen, als Entwicklungsimpuls, als evolutionäre Liebeskraft bezeichnete - der Name ist nicht wichtig. Du bist wichtig.

Denn wir können dieser evolutionären Liebeskraft auch einen anderen Namen geben.
Deinen. Und meinen.


Ich würde Dich gerne treffen – da, wo Namen nicht das Wichtigste sind: Im einen Herz.

Vortrag: „150 – Jahre Rudolf Steiner: Wie Anthroposophie Dich trifft - mitten ins Herz. Ein Vortrag im Dialog mit Sebastian Gronbach."
Mittwoch, 12. Oktober, 20:00 Uhr, Freie Waldorfschule, Mühlheim an der Ruhr, Blumendeller Str. 29, 45472 Mülheim, 6. Euro.Bild: Stefan Stark

Montag, 3. Oktober 2011

Nach Hause kommen…


...das ist es, wozu ich Dich hiermit einlade, Mensch.

Du kennst den Splitter zwischen Deinen Augen - die Enge im Herzen. Du willst Dich nie mehr und für nichts mehr entschuldigen, was Du bist? Du willst dennoch über alles hinausgehen? Du willst endlich Wirklichkeit schmecken? Nicht nur im Kopf, nicht nur im Herz – sondern am Küchentisch? Du willst das Leben führen, was nur Du führen kannst? Du willst es führen, weil Du eine Sehnsucht & einen Drang in Deinem Inneren fühlst  – ein höheres Leben, was aus Deiner eigenen Tiefe aufsteigen will?

Und Du willst das alles nicht kompliziert, nicht abgedreht, ohne Schubladen und esoterischem Brimborium, sondern ganz einfach und menschlich? Du willst es zügig & nachhaltig? Du willst es überraschend anders? 

Wenn das so ist, dann mache ich Dir ein neues Angebot. Du kommst zu mir nach Hause. Von Freitag 19 Uhr, bis Sonntagvormittag.

Meditation, Gespräch, Voice Dialogue und Yoga sind die Instrumente, die wir Dir anbieten. Offenheit & Präsenz ist der Raum in dem Du Dich entfalten kannst. 

Und Du bist eingeladen, mit mir, meiner Frau und meiner Familie zu leben. Du wirst bei uns essen (vegan), trinken und schlafen.

Es wird alles vollkommen normal sein. Endlich normal.

Es wird passieren, was nur passieren kann, wenn das Erwachen nie endet, sondern ein natürlicher Zustand bleibt: Nach der Meditation, beim Essen und Aufräumen, beim Lachen & Einkaufen...selbst in den verwirrten Momenten - und auch dann wenn Du Dich zum Schlafen legst: Etwas wird wach sein. Immer schon.

So ist es, wenn Du nach Hause kommst.


Und dann wirst Du wieder in die Welt gehen, die aus Deinem eigenen Selbst erscheint. Und Du wirst weiter Fehler machen. Aber Du wirst Dich nicht selbst wegen Fehler kasteien. Du gibst sie zu. Bringst sie in Ordnung und gehst darüber hinaus. Du tust Dinge, die gut sind, behütest die Wahrheit, bewunderst die Schönheit und Du erlaubst  Dir endlich das zu werden, was Du wirklich, wirklich bist.

Frei, willig & liebevoll. Die Welt wird durch Dich aufatmen.

Das Leben was Du führen willst, hat einen Preis. Es gibt immer ein Preisschild.
Die gute Nachricht ist: Das Leben, was Du führen willst, kostet weniger als das Leben, was Du nicht führen willst. Ich denke, Du kennst am besten den Preis für ein Leben, was man nicht führen will. Und am Ende zahlst nicht nur Du persönlichen diesen Preis, sondern die ganze Welt. Auf dem Preisschild für dieses Wochenende stehen für Dich 400,- Euro*. Es ist viel billiger sich zu entwickeln, als sich nicht zu entwickeln.

Ich verspreche Dir nicht tausend Dinge. Nicht dies und das. Ich lade Dich nur ein, nach Hause zu kommen. In die Wirklichkeit. Wie es weiter geht? Es wird sich zeigen.

Herzlich willkommen Zuhause, Mensch.

Dieses Wochenend-Angebot gilt das ganze Jahr über. Ich behalte mir vor, nicht jede Anfrage anzunehmen. Details und Anfrage an: Sekretariat.gronbach@gmx.net *Ein 1:1 Teaching mit Sebastian Gronbach kostet normalerweise durchschnittlich 100,- Euro in der Stunde. Das 400-Euro-Wochenende hat somit einen reinen Honorarkostenwert von ca. 1600,- Euro. Übernachtung, (Essen und Trinken nicht eingerechnet.)

"Dasjenige was vom Herzen ausstrahlt, das ist Sonnenwirkung."

(Rudolf Steiner)

Samstag, 1. Oktober 2011

Herbstmantra: Weltenherz & Menschensonne


Dies sind die letzten Tage der äusseren Sonne. Die strahlentragende Sonne zaubert noch einmal, durch ihr stoffliches Licht, das Leben aus den unermesslichen Tiefen der Erde.

Dann beginnen die ersten Tage der inneren Sonne. Das seelentragende Herz zaubert dann, durch sein geistiges Licht, Leben aus den unermesslichen Tiefen der Menschen.
Schau in diesen Tagen noch einmal in die Sonne. Ihr Licht erzählt Dir von dem GEIST, der gnadenvoll durch alle Wesen der Welt wirkt.

Fühle dann in Dein Herz. Dort heraus spricht GEIST durch Dich und zu den Menschen, die er alle liebt – durch alle Zeit und Ewigkeit.
Wenn Du aufwärts in die Sonne schaust, dann siehst Du in der Sonne hellem Rund, das gewalt'ge Weltenherz.

Wenn Du inwärts hinein in Dich schaust, dann fühlst Du in des Herzens warmem Schlag, die beseelte Menschensonne.

Weltenherz & Menschensonne. Ursprünglich ICH.

Zu diesem Herbstmantra, hat mich Rudolf Steiner inspiriert. Unter anderem ein Text ohne Titel in dem Buch „Wahrspruchworte.“  (S.178f) Die drei kursiv gestalteten Stellen sind eine wörtliche Übernahme.