Dienstag, 29. Juni 2010

Bewusstheit, Bär und Bulle - NEUES VideoPodcast

Die Frankfurter Wertpapierbörse ist die bedeutendste deutsche Börse mit Sitz in Frankfurt am Main. Bulle und Bär vor dem Gebäude sind Symbol für die steigenden und fallenden Aktienkurse. Ist das ein Ort für Bewusstheit, Stille, Spiritualität und Innerlichkeit? Nun, die Guerilla-Meditierer haben ihn dazu gemacht. Zusammen mit Thomas D und vielen Freunden der Public Meditation. Im Rahmen der großartigen KarmaKonsum-Konferenz (mit neuem Bericht).

Wir übernehmen Verantwortung – für Stille & Bewusstheit

Guerilla-Meditierer Stefan Stark hat für Euch die besten Augenblicke und stärksten Momente als Video-Podcast zusammengefasst.

Genießt die Stille, die Bewusstheit, den Geist und die Innerlichkeit. An der Frankfurter Wertpapierbörse - In diesem Augenblick, in diesem Augenblick, in diesem Augenblick...

Klick Dich hier zum Video-Podcast - Viel Spaß!

Montag, 28. Juni 2010

Die größte Offenbarung ist die Stille


Bei der KarmaKonsum-Konferenz war es plötzlich still.
Sehr still. Es war die gute Stille.
Spring in diese Stille.

Sie reinigt Dich. Erfrischt Dich.
Du tauchst ein - und tauchst mit neuen, frischen
und evolutionären Ideen auf.

Diese Stille verbindet Dich.
Mit der Stille in allem was ist. Im Weltenall. Im Seelengrund.
Die größte Offenbarung ist die Stille. Lao Tse. 
Danke, Thomas D,

dass Du uns zunächst das Wort gegeben hast
und dann mit uns die Stille teiltest.

Diese stillen Bilder sprechen für sich.











Foto-Art: AARON BOLTE & ANNA LITTWAK
(Bilder zum vergrößern anklicken.)

Freitag, 25. Juni 2010

Gib auf - Gib alles! Lass los – Sei groß!

Seit ich das Gefühl verloren habe, eine Person zu sein, glaube ich an ein Wunder. Ich glaube an das Wunder, dass es mich gibt. Seit ich in den Spiegel schaue und alle Fragen zu diesem Gesicht losgelassen habe, fühle ich mein Gesicht, welches da war, bevor meine Eltern geboren wurden.

Es ist alles andere als einfach über das Erwachen zu sprechen. Das schwierige ist, dass es so einfach ist. Eine andere Schwierigkeit hat damit zu tun, dass sofort ein gefühltes Gefälle entsteht – zwischen denen, die über das Erwachen sprechen und denen die zuhören. Was tun?

Ich weiss über die Missverständnisse, sozialen Schwierigkeiten und Abgründen, die mit solchen Darstellungen verbunden sind, und ich weiss, dass dies alles nur der Anfang und nicht das Ende ist. Ich weiss, dass ich Freunde brauche und Freunde habe, die es als Aufgabe eines großen Herzwerkes ansehen, solche Erfahrungen besprechbar zu machen.

Ich spreche über meine Erfahrungen und verstehe sie als Einladung an Dich, über Deine Erfahrungen zu sprechen. Erfahrungen sind zunächst nichts weiter als Erfahrungen – ob daraus Kompetenzen erwachsen, ist eine andere Geschichte. Als spiritueller Dienstleister biete ich beides an: Sich über spirituelle Erfahrungen auszutauschen, sie zu vertiefen und auch sie zu ermöglichen. Und eben etwas zur anderen Geschichte beizutragen: Nämlich spirituelle Kompetenz zu vermitteln.

Alles in einem Herzwerk.

Das Herzwerk ist keine Idee und kein System. Das Herzwerk, das bist Du und ich in diesem Augenblick. Das Herzwerk bist Du, wenn Du genau jetzt – beim Lesen dieser Worte und jener Worte und wieder dieser Worte – Dein Herz öffnest.

Und es weiter öffnest und nicht aufhörst es zu öffnen und immer mehr das Wunder fühlst, dass Du da bist – längst bevor Deine Eltern geboren wurden.

Über deine Geburt hinaus öffnet sich Deine Herz. Immer noch – und über den Schmerz, die Urteile und den Widerstand hinaus.

Du hast mit Recht Angst, dass diese Offenheit Dich verletzen könnte. Ein offenes Herz ist schutzlos. Ein offenes Herz ist wirklich schutzlos. Und genau darin liegt seine Stärke.

Ein offenes Herz hat aufgegeben sich zu verteidigen und ist bereit durchstoßen zu werden. Jeder Stoß dringt in Dich ein und öffnet und weitet Dich noch mehr. Und dann fließt etwas über - und formt Deine Einzigartigkeit. Überfluss ist Dein Wesen.

Mach keine Märtyrer-Geschichte daraus. Freu Dich einfach darüber, dass jetzt passiert, was sonst irgendwann passiert wäre.

Wenn wir innerlich die Verteidigung loslassen (und dennoch umsichtig sind), dann stehen wir in unserer einzigartigen Größe. Das Thomas D-Evangelium. sagt es einfach so: Lass los – Sei groß.

Wenn wir uns selber aufgeben – alle Vorstellungen und Fragen wer wir sind oder werden könnten – dann beginnen damit, alles zu geben. Das Thomas D-Evangelium. sagt es einfach so: Gib auf - Gib alles.

Was kannst Du geben? Dich!

Das Wunder Deiner Einzigartigkeit.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Palim Palim

Anstrengung und hartes Training, sind in manchen Lebensbereichen unerlässlich (Seelen)Muskeln wachsen nur, wenn wir schwitzen und uns mühen. Aber beim Thema Erwachen, können andere Gesetze gelten 

Die Anstrengungen sich zu befreien oder wach zu werden, sind nicht mit der Wachheit und der Freiheit selber zu verwechseln. Nur weil sich jemand sein Leben lang anstrengt, muss das noch gar nichts bedeuten.

Manche rennen ihr Leben lang mit dem Kopf gegen die Wand. Und sie halten das dann noch für besonders reif, tiefsinnig oder spirituell. Je mehr es schmerzt, desto geistvoller fühlen sie sich.

Andere gehen einen Meter daneben durch die Tür. Palimpalim...Wenn Du einfach so durch die Tür gehst, werden Wandrenner sehr, sehr wütend. Das ist verständlich. Sie haben Kopfschmerzen. Ganz dolle Kopfschmerzen. Und die Wandrenner brüllen Dich an: "So einfach geht das aber nicht!!!". 

Lass Dich nicht irritieren. Geh einfach durch die Tür. Tu das, was das Natürlichste von der Welt ist. Wenn die Tür zu ist, dann klopf einfach freundlich an. Wer anklopft, dem wird geöffnet.  

Erwachen und Freiheit, das ist manchmal einfach ein Meter neben einem Wandrenner.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Public Meditation ist öffentlich praktizierte Freiheit

Wenn Du meditierst, praktizierst Du die "einzige komplett freie Tätigkeit im menschlichen Leben." (R. Steiner). Und wenn Du öffentlich meditierst, dann repräsentierst & teilst Du diese Freiheit.

Wir reden nicht länger über Freiheit Wir reden nicht über Friede & Stille. Wir manifestieren und repräsentieren diese universellen Werte & Wirklichkeiten - mitten im wilden Leben. Gerade dort, wo Lärm, Hektik und Unbewusstheit besonders laut sind.

Aber auch an Orten, wo wir eine neues Bewusstsein unterstützen wollen. Handeln durch Nicht-Handeln. In der Tradition von Wei Wu Wei. Wir nehmen uns die Freiheit, einfach & einzigartig da zu sein.

Freiheit, Friede und Stille, das ist nicht Luschi-Laschi-Trallala. Es ist eine kraftvolle Energie.

Wir behalten diese kraftvolle Energie nicht für uns - Wir teilen sie mit anderen Menschen. An Orten, die sich besonders danach sehnen.

Was wir teilen, ist real.

Wir manifestieren und teilen diese unteilbaren Werte & Wirklichkeiten als einzigartige Menschen.

Und jeder kann sich davon ein Bild machen. Sie fotografieren und filmen uns und nehmen so starke Bilder und Eindrücke von Freiheit, Frieden und Stille mit nach Hause. Bilder, die sie zu Gesprächen und Fragen über die eigene Innerlichkeit bringen. Schon oft haben wir solche Gespräche vor Ort geführt oder wahrgenommen...

Public Meditation - Because life is a public event!

Ich freue mich sehr über unsere neue WebtSeite.
Herzlich Willkommen bei:

Montag, 21. Juni 2010

STILLE in Berlin

Berlin hat Orte, die laut lärmen.
Der Lärm von Drogen, der Lärm von Alkohol,
der Lärm von Autos.
Der Lärm von Schmerz und Atemlosigkeit -
und hinter aller Atemlosigkeit atmet die Stille.
...
Dieser Stille schenkten wir bei einer PUBLIC MEDITATION unsere Aufmerksamkeit.
In dieser aufmerksamen Stille, diesem liebevollen Herz,
wird alles angenommen:
Der Lärm draussen und unser eigener Lärm innen.
....
Wir selber zogen die Aufmerksamkeit auf uns. Wir wurden besprochen, beschimpft, fotografiert, herausgefordert
und mit Dank bedacht.
....
Wir denken: In einer Welt, in der Bilder von Hass, Gewalt, Lärm und Unbewusstheit veröffentlicht werden, ist es unser Job, ehrliche Bilder von Friede, Bewusstheit und Stille zu repräsentieren.
....
Wir akzeptieren nicht, dass Stille, Friede und Bewusstheit, sich nur in die Kirchen, Meditationsräume und Privatzimmer zurückdrängen lässt.
....
Das Geheimnis der Stille verdient einen Ort.
Im öffentlichen Lärm.
...
....







Danke an alle, die EINFACH DA waren.
Danke an alle, deren Stille berührt hat.
Den Ort und die Menschen.
Fotos bey Stefan Stark & Sebastian Gronbach. Bearbeitung: Stefan Stark.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Unsere Wahrheit

„Sebastian, wenn Du als spiritueller Diensteister etwas zum Erwachen beitragen willst, muss Du die Menschen dort abholen wo sie sind.“ Das ist ein gut gemeinter Ratschlag – allerdings ein fataler. Und doch befolge ich ihn bisweilen. Warum? Nicht aus Liebe zur erwachten Wahrheit. Sondern weil ich in der Tradition der Anthroposophie stehe und die liebt etwas anderes noch mehr, als die Wahrheit.

Wenn einem das spirituelle Erwachen und der Fortschritt der Menschheit am wichtigsten sind, dann darf man die Menschen nicht abholen wo sie sind. Man muss sich dort mit ihnen treffen, wo wir bereits immer schon alle wach sind. Und sich an diesen Ort zu begeben, kann sehr stressig sein. Und man darf nicht zimperlich sein. Manchmal muss man vielleicht sogar ein harter Hund sein.

Menschen freundlich dort abzuholen wo sie sind, heisst, sich mit ihnen schlafen zu legen. Es sieht sehr friedlich aus - aber es ist kein Friede, sondern Kapitulation.

Der Teil der Anthroposophie, den ich als gescheitert betrachte, ist der Teil der zum Erwachen hätte führen können.

Das ist misslungen – letztlich, weil Steiner die Menschen dort abholte, wo sie standen. Wir stehen immer da, wo unsere Seele steht. Wir können nicht weiter blicken, als die Aussicht, die unser Seelengipfel uns gewährt. Unsere Seele entwickelt sich und wächst. Und je nach Entwicklungsgrad, braucht sie andere Impulse um weiter zu wachsen.

„Die Seele hat eine ganz bestimmte Gesetzmäßigkeit. Sie muss in einer bestimmten Richtung wirken, um über sich hinaus zu schaffen. Auf der mythologischen Stufe tut sie das in Bildern; aber diese Bilder sind nach Maßgabe der Seelengesetzmäßigkeit gebaut“, so Steiner.

Und so malte Steiner eben Bilder – nach Maßgabe der Seelen seiner SchülerInnen. Mythologische Bilder. In der Hoffnung, die Seelengipfel würden wachsen. Was vor allem wuchs, dass waren die Bilder. Irgendwann verstellten sie als Vorstellung die Sicht auf das Reich ohne Horizont.

Während die Anthroposophie auf der geistig-esoterischen Seite verwelkte, wuchs und gedieh sie auf der Seite des alltäglichen Lebens.

Oder anders: Da wo Menschen leben, da entfalteten sich die schönsten Blüten dieses spirituellen Impulses.


Keine andere spirituelle Bewegung der Neuzeit, hat so viele schöne, vielfältige und heilsame Lebensblüten nach aussen erschaffen, wie die Anthroposophie.

Vielleicht nicht obwohl, sondern gerade weil sie auf die erwachten Blüten im Inneren-geistig-esoterischen verzichtet hat. Manchmal reicht die Kraft nur für eine Mission.

Während die Mission anderer spiritueller Lehrer und Meister das Erwachen, des reinen Geistes und das Bewusstsein des Bewusstseins über alles stellt, ging Steiner dazu über, sich immer weiter zu den konkreten Menschen zu beugen:

Seelenpflegebedürftige Kinder gab er kleine Übungen mit großer Wirkung, für sozial benachteiligte Menschen entwickelte eine praktische Pädagogik, Bauern lehrte er den Boden mit den Sternen in Beziehung zu bringen, ringenden Künstlern verhalf er durch Vorbild und Nachahmung zu mutiger Innvoation, für Krebskranke hatte er Rezepte und auch wer an Durchfall oder Stottern litt, konnte darauf hoffen, einen hilfreichen Fingerzeig zu erhalten.

Steiners Mission hatte damit zu tun, dass er den Strom der kosmischen Liebe, nicht vornehmlich in Erkenntniswahrheit, sondern zunehmend in Menschenleben strömen lies. Auch und gerade, wenn diese klein, nicht perfekt, egozentrisch oder schwach waren.


Im Zweifel für den Menschen - so wie er ist. Im Vertrauen darauf, dass aus der Hingabe an das Gegebene, evolutionär-transformative Kräfte aufbrechen können.

Am Ende liebte er die Menschen mehr, als die erwachte Wahrheit. Und letztlich ist es das, was ich an der Anthroposophie schmerzhaft liebe.
...
Mission Mensch.
.
Wir lieben Menschen. Über alles. Das ist unsere Wahrheit.

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Mittwoch, 16. Juni 2010

Wo die Wilden Kerle wohnen

Viele von uns machen Schattenarbeit – das bedeutet: Sie heben die Anteile ihres Selbst, die im Schatten ihres Bewusstseins liegen, in das Licht ihres Bewusstseins. Stück für Stück holen wir so das Verdrängte nach oben. Die Eitelkeit, die Angst, die Faulheit, den Neid, den Schmerz, die Gier...

Nichts ist befreiender, als einmal der unbewusste Stimme in uns Gehör zu verschaffen. Es heilt und lässt und wachsen. Aber nichts ist auch gefährlicher, wenn sich kein „bewusstes Ich“ entwickelt, welches wieder eine angemessene Beziehung zu diesen Stimmen aufnimmt.

Was dieses „bewusste Ich“ sein könnte und wie es sich bildet, erklärt einer der wilden Kerle in dem Kinofilm „Wo die Wilden Kerle wohnen“ auf anrührende und klare Weise:

„Du darfst mich nicht nachmachen. Wenn wir sauer sind, ist es Deine Aufgabe, nicht sauer auf uns zu sein. Unsere Aufgabe ist es sauer zu sein. Wenn ich Dich fressen will, weil ich mich ärgere, dann musst Du sagen: `Oh, ok. Los friss mich. Ich hab Dich lieb. Hauptsache Du bist glücklich`. Genau das musst Du nämlich sagen. Hast Du verstanden, König?“

In jedem von uns stecken diese wilden Kerle. Erwachsen zu werden bedeutet, diese Kerle als Teil meiner Persönlichkeit zu erkennen. Das ist Spiritualität für Erwachsene. Spiritualität für Kinder erzählt in Märchen, wo die wilden Kerle, Wesen und Widersachermächten wohnen: Unter unseren Betten, in fernen Ländern und in übersinnlichen Welten. Spiritualität für Erwachsene deutet immer auf sich selbst.

Spiritualität für Kinder erzählt von einem König, zu dem wir werden müssen. Spiritualität für Erwachsene spricht vom bewussten Ich. Das bewusste Ich ist selber keine Stimme, sondern flimmernde Aufmerksamkeit. Reines Bewusstsein. Herz und Rückgrat jedes Menschen.

Neben dieser Schattenarbeit, die in relativen Schritten unsere verborgene Seiten ans Licht holt und uns heilt und bereit macht Verantwortung zu übernehmen, gibt es auch die Schattenarbeit im Licht des Absoluten.


Um diese Art der Schattenarbeit wird es mir nicht nur bei einem Seminar mit Tom Steininger bei der Integralen Tagung gehen. Wir nenen diese absolute Instanz auch "das zweite Gesicht Gottes". Auch in der Arbeit mit Cordula Mears-Frei, richten wir unseren Blick auf beide Aspekte der Schattenarbeit. Was ist Schattenarbeit im Angesicht des Absoluten?

Schattenarbeit im Angesicht des Absoluten ist für viele postmoderne Menschen suspekt. Zu fasziniert sind wir von den vielen Stimmen und verborgenen Aspekten unseres Selbst. Das ist alles noch recht neu für uns Menschen. Und: Oh wie schaurig schön ist mein eigener Abgrund...Selbsterkenntnis als Egobefriedigung.

Schattenarbeit im Angesicht des Absoluten, ist Schattenarbeit im Raum der absoluten Stille. Welche unserer Stimmen sich auch immer in dieser dröhnenden Stille erheben will – die Stimme wird versagen.

Es ist ein Schweigen, welches keine Ausrede zulässt. Es ist die absolute Dimension, an die keine unserer Stimmen heranreicht.

Nichts ist größer als die Distanz zwischen unserem Sprechen und jenem Schweigen. Dieses Schweigen verbrennt unseren narzisstischen Kern. Dieser Kern will auf alles eine Antwort – und genau diese Antwort verweigert uns das apokalyptische Schweigen.

Diesem absoluten Schweigen können wir keine relative Stimme entgegenstellen. Selbst unser Schweigen ist ein beschämendes Schweigen, gegenüber dieser apokalyptischen Stille.

Ja – und jetzt???

.......

Dienstag, 15. Juni 2010

Und umgekehrt

Du bist der eine Zeuge, das leere Herz.
Aus Deiner Leere steigen Welten auf und gehen Welten unter.
Als dieser Zeuge warst und bist Du immer frei.

Doch auch diese Welten, warst und bist Du - Fülle aus Fülle.
Du bist also der ewige Zeuge
Deiner eigenen, evolutionären Veränderung.

Du bist frei UND gebunden.
Doch Deine Bindung ist keine Fessel,
sondern die freie Entfaltung Deines Selbst.

Just for fun.
(If God has fun, it feels like love.)
And vice versa.

Montag, 14. Juni 2010

SchweigeWorte

Solange wir sagen, dass wir geboren wurden, müssen wir sterben. Solange wir von Himmel und Hölle sprechen, werden wir in Himmel und Hölle eingehen. Solange wir über Karma reden, gelten karmischen Gesetze. Solange wir von Kräften ausserhalb unseres Selbst reden, gibt es Widersachermächte. Predige das Kreuz - und Du hängst irgendwann dran. Am Anfang war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch.

In dem Augenblick, wo wir von allen diesen Dingen schweigen, werden alle diese Dinge verschwinden.

Schweigen, dass meint nicht nur, dass wir nicht mehr mit unserem Mund darüber sprechen oder nicht mehr darüber denken sollen. Schweigen meint nicht verdrängen.

Schweigen meint, dass wir alle diese Begriffe und Vorstellungen mit bewusstem Schweigen und schneidender Stille durchdringen.

Mache das Schweigen zu einer ekstatischen Kraft. Zu Deinem schärfsten Schwert. Und richte es auf Deine Vorstellungen, Deinen Glauben, Deine Gedanken und Dich selbst.

Wenn Schweigen zu einer extaktischen Kraft wird, dann dringt das Schweigen in die Adern, Gefäße und Knochen aller Vorstellungen, Begriffe und Wörter ein. Du wirst erleben, wie alle diese Dinge entsiegelt werden.

Beginne mit den Dingen und Wörtern die Dir wenig bedeuten und gehe über zu den Begriffen und Vorstellungen, die Dir am wichtigsten sind.

Fräse Dich mit Deinem Schweigen durch Deinen geistigen Glauben (auch wenn er sich Geisteswissenschaft nennt). Schweige schließlich ekstatisch über Dich selbst.

Dieses bewusste Schweigen ist ein aktives Vergessen. Es ist eine ekstatische Kraft der Freiheit. Dieses Schweigen ist die Sonne. Die Sonne bringt es an den Tag.

Dieses Schweigen entsiegelt, was hinter und in allen diesen Dingen, Wörtern, Begriffen und Vorstellungen ist. Das Entsiegelte ist jenseits von Worten. Und dennoch bereit, wieder Wort zu werden. Und Fleisch.

Dieses, was in und hinter allem ist, stellt sich nun - entsiegelt - zur Verfügung.

Deinem entsiegelten Selbst.

Samstag, 12. Juni 2010

Subtile Erfahrungen

Gestern war ich wieder einmal mit dem Kollegium der Anthroposophischen Gesellschaft in NRW zusammen. Neben organisatorisch-finanziellen Dingen, Aufgaben der Kommunikation mit allen Mitgliedern und der Vorbereitung von Tagungen und Kongressen, widmen wir immer uns regelmäßig intensiv den spirituellen Facetten unserer Bewegung.

Für mich ist diese Arbeit eine persönliche Bereicherung, für ich dankbar bin. Doch ich erlebe in dieser Hinwendung und dem Eindringen in die klassische Anthroposophie zusätzlich etwas weiteres.

Mit dieser intensiven Arbeit – die in der Regel ca. knapp zwei Stunden dauert – ändert sich das morphische Feld (youtube Video - interessant und dennoch mit Vorsicht zu genießen) unserer Umgebung.


Anthroposophen würden die vielleicht als Äthergeografie beschrieben, bei Ken Wilber lese ich es als „Subtile Energie“ und von mir aus können wir es auch Seelen-Feng-Shui nennen.

Das klingt esoterisch? Nun – es ist esoterisch. Insofern man Esoterik als eine bestimmte Perspektive versteht. Die esoterische Perspektive, bedeutet ja bloß, dass wir eine innerliche Sichtweise einnehmen.

Problematisch ist nicht die esoterische Perspektive. Problematisch ist die Interpretation der Erfahrungen. Werden diese subtilen Energien aus einem magisch-mythischen Bewusstsein heraus interpretiert, dann werden aus subtilen Erfahrungen ganz schnell Engel, Zwerge und Elfen.

Was wir als aufgeklärte Menschen also an Esoterik komisch und unmodern finden, ist nicht die subtile Erfahrung selbst (die ja jeder von uns jederzeit macht: Gefühle, Gedanken, Empfindungen, innere Wahrnehmungen), sondern ihre unaufgeklärte Interpretation. (Und die Vorstellung, als wäre die esoterische Perspektive, die einzige Perspektive.)


Wir lasen und redeten also gestern nicht - wir nahmen die Verantwortung an, dass wir unser Umfeld verändern. (Aber wir machen kein Drama draus).

Ich denke übrigens auch, dass die "grüne Welle" in Deutschland, etwas mit der jahrzehntelangen Bewusstseinschulung der Menschen zu tun hat – innerhalb der Anthroposophie, aber selbstverständlich auch in den anderen spirituellen Bewegungen.

Danke an alle Beteiligten - auch an alle, die in diesem Moment genau das tun. Zum Wohle aller Wesen.

Denn wie weit reicht denn jeder einzelne Mensch? „Seine Gedanken sind so weit wie das Licht, seine Gefühle sind so weit wie die Wärme, sein Wollen ist so weit wie die Luft." (Rudolf Steiner)


In den letzten Monaten haben wir uns im Arbeitszentrum mit den so genannten „Mysteriendramen“ beschäftigt. In diesen (etwas skurrilen und sprachlich bisweilen sehr jugendstiltaft-verhuschten Texten) brachte Steiner seelische Vorgänge als dramatische Szenen auf die Bühne.

Dadurch wurden Ereignisse der Innerlichkeit intersubjektiv kommunizierbar und äußerlich anschaulich gemacht.

Aber nicht nur das: Durch den künstlerischen Prozess wollte Steiner den scheinbar rein persönlich-subjektiv-impulsiven Kräften eine transpersönliche und zeitlose Seite geben. So, dachte er, könne man die verworrenen (und oft destruktiven) Sphären des Seelischen mit transrationalen Augen klären – man bedenke: Dies alles geschah in den Wirren des ersten Weltkrieges.

Wenn Ihr Lust habt, könnte ihr hier einen Artikel von mir zu diesem Thema lesen.
Ich durfte ihn für die Zeitschrift „Integrale Perspektiven“ schreiben.

Die Anthroposophische Perspektive: Der Mensch als Künstler (pdf)

Viel Spaß – und bedenke: Wenn Du liest, dann liest das Licht mit, die Wärme fühlt Deine Emotionen und jeder Deiner Kommentare verändert die Luftqualität. Deine Worte können nicht nur in Menschen Wunden reissen oder heilen – sie zerschneiden oder heilen auch unsere Atemluft.

Freitag, 11. Juni 2010

Hoffentlich stirbt die Hoffnung

Wir sagen: "Die Hoffnung stirbt zuletzt." Dabei liegt gerade in der Hoffnung unser ganzer Schmerz. Unser Schmerz hat damit zu tun, dass wir hoffen. Auf eine bessere Zukunft. Ließen wir die Hoffnung wirklich sterben, dann würden wir fallen. In unsere eigene Gegenwart. Und wir würden sehen: Alle Hoffnung auf die Zukunft ist tot - aber ich, ich lebe. Jetzt.

Alle Hoffnung ist hin - Ich bin.

Wenn die Hoffnung stirbt, dann erwachst Du zu einer Gegenwärtigkeit, die Vergangenheit und Zukunft umschließt und überstrahlt.

Wenn die Hoffnung stirbt, dann zerfasert Deine Energie nicht in alle Richtungen. Sie konzentriert sich vielmehr dort, wo Du bist. In Deiner Partnerschaft, als Eltern, bei der Arbeit, in der Meditation.

Wenn die Hoffnung stirbt, dann beginnst Du dem Leben zu vertrauen. Du hälst an und blendest nichts mehr aus. Du bist wach und erkennst was ist: Schmerz ist da, Wut ist da, Freude ist da. Alles ist so wie es ist. Ohne Kampf und ohne Flucht.

Und jetzt erst kannst Du alles das vollkommen umarmen - als großes Herz. Oder vollkommen loslassen - als großer Geist. Und beides ist am Ende das Selbe.

Und vor allem: Du bist einfach immer da. Ohne Hoffnung und doch geheilt.

Dich ergreift ein innerer Friede. Doch kein Park-Platz-Friede. Sondern ein Startbahn-Friede. Du hast mit der Vergangenheit und der Zukunft abgeschlossen. Du fühlst jetzt, wie sich Deine Adern mit Freiheit füllen.

Und das Wunder geschieht: Du beginnst auf eine vollkommen neue Art zu leben.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Jump into the silence - mit Thomas D

Wie lange muss eine Meditation dauern? Solange wie ein Sprung ins kalte Wasser. Manche Menschen meditieren ihr ganzes Leben und doch gleicht ihre Art zu meditieren einem ängstlichen Kind am Beckenrand des Schwimmbades, welches von einem Bein auf das andere Bein tritt.

Entscheidet ist nicht, wie lange man am Beckenrand wartet. Entscheidend ist der Sprung. Und die erfrischende Wirkung des Wassers tritt unmittelbar & plötzlich ein.

Meditation ist der Sprung in Deine eigene Tiefe – und Du tauchst ein und auf, in die Stille jenseits Deiner Person.

Natürlich kann das regelmäßige und dauerhafte Eintauchen in das Meer der Stille uns noch nachhaltiger verändern – man lernt immer tiefer einzutauchen. Doch wichtiger ist die Frage: Trittst Du noch von einem Bein auf das andere, oder springst Du schon?

Wenn wir springen, kann die Meditation in einem einzigen Augenblick unser ganzes Leben verändern – ich spreche aus Erfahrung.

Wir blicken von oben auf das Wasser. Dort sehen wir unser Spiegelbild. Wir stoßen uns ab, fliegen, tauchen ein, das Spiegelbild zerreisst und wir springen in unser eigenes Selbst – wir tauchen ein in das Meer jenseits unserer Person. In das Meer der Stille. In das Bewusstsein, aus dem heraus alle Fülle hervorgeht.
Jump into the silence.

In diesem Sinne, sehe ich mit großer Freude auf eine aussergewöhnliche und in dieser Art sicherlich auch einmalige Aktion:


Bei der diesjährigen KarmaKonsum-Konferenz in Frankfurt, werde ich mit Thomas D zusammen zu einer Public Meditation einladen. Gemeinsam mit unserem Freund und Chefdesigner von Public Meditation, Stefan Stark.

Es ist für mich ein tolles Zeichen, welches der Gründer und Geschäftsführer Christoph Harrach dort setzt: "Empowering an new spirit in business". Als
LOHAS stehen wir öffentlich & selbstbewusst zu unseren Werten - warum nicht auch öffentlich meditieren? Ohne Bindung an eine Weltanschauung. Das bedeutet auch: Ohne alte Vorstellung, wie Meditation zu sein hat - oder wie lange.
....
Wenn wir bereit sind zu springen, werden uns wenige Minuten ausreichen. Nennen wir es die Jump-into-the-silence-Meditation. David Deida würde sagen: „Schnell. Tief. Sexy.“

Thomas D ist jemand, mit dem ich die Gewissheit teile, dass aus diesem Meer der Stille unsere Welt der Töne, Farben und Formen hervorgeht. Wenn wir in dieses Bewusstsein eintauchten, machen wir die Erfahrung, dass es unerschöpflich ist. Wir sind unerschöpflich.
...
Aus diesem Bewusstsein, steigt der kreative, hingebungsvoll liebende und freie Geist auf, aus dem heraus wir Menschen unsere Welt verbessern. Empowering Spirit.

Wir sind uns sicher, dass wir auf der KarmaKonsum-Konferenz solchen Menschen begegnen, die aus eben diesem Bewusstsein Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen. Es ist ein Wohlstandsbewusstsein, welches auf der Annahme gründet, dass unser Universum mehr als genug für uns bereitstellt. Niemand muss verlieren, damit jemand anderes gewinnt.

Wer tief in sein eigens begrenztes Bewusstsein eintaucht, wird in der grenzenlosen Weite des kosmischen Bewusstseins auftauchen. Aus dieser kosmischen Perspektive heraus, entwickeln wir als bewusstere Menschen, neue Ideen, Produkte und Dienstleistungen. Für eine bessere Erde.

Ich freue mich sehr, mit Thomas D und den TeilnehmerInnen der KarmaKonsum-Konferenz, zu dieser Public-Meditation einzuladen und zu springen. Dort hinein, wo alle Worte in Stille aufgehen. In das größte Geheimnis von allem.
Jump into the silence.

Jump-into-the-silence-Meditation mit Thomas D:
...

Public Meditation im Guerilla-Still, begrüßt alle stillen Techniken der Meditation. Dazu gehören u.a. das innere Gebet, Mantras, kontemplative Rituale oder einfach ein offenes Herz. Einzige Voraussetzung: Die Meditierenden verhalten sich äusserliche still & würdevoll.

Public Meditation übernimmt Verantwortung.
Für Bewusstheit & Stille - da wo es unbewusst und laut ist.
In einer Medienwelt voller Hass, Unbewusstheit und Lärm, ist es unser Job, Bilder von Friede, Bewusstheit und Stille zu repräsentieren.
...
Die würdevollste Form diese universellen Werte zu repräsentieren, ist die Meditation. In aller Öffentlichkeit.
...
Because life is a public event.
...
Design der Public Meditation Präsentation zur
KarmaKonsum-Konferenz:
Stefan Stark.